Verwalten von Systemvariationen
Entwerfen, Konfigurieren und Analysieren von Varianten mit
MATLAB® und Simulink® ermöglichen die Entwicklung von Modellen für eine Vielzahl von Aufgaben und Anforderungen. Sie können Ihre Modelle an spezifische Designanforderungen anpassen, und zwar durch Aktivierung eines vordefinierten Satz von Varianten, die integrale Bestandteile eines Modelldesigns sind. Die Variantenfunktionen in Simulink ermöglichen die Erstellung flexibler Modelle für die Verwaltung, Konfiguration und Wiederverwendung von Entwürfen.
Mit Simulink können Sie:
- Varianten in Modellen während des gesamten Entwicklungszyklus verwalten, von den Anforderungen bis zur Bereitstellung
- Mehrere Entwürfe mit einem einzigen Modell bewerten
- Modellvarianten interaktiv und programmatisch auswählen
- Die Variantenaktivierung für unterschiedliche Simulationsstadien und Codegenerierungs-Workflows steuern
- Variantenkonfigurationen visualisieren und analysieren
So nutzen andere Anwender Simulink für die Entwicklung von Variantensystemen
Varianten-Topologien
Fügen Sie Varianten zu jedem gewünschten Modellaspekt hinzu. Implementieren Sie Variantenentwürfe in allen Domänen, einschließlich Steuerlogik, Zustandsmaschinen, Flowcharts, physikalischen Systemen und AUTOSAR-Architekturen.
Beziehen Sie mithilfe von Komponentenvarianten verschiedene Implementierungen von Komponenten in separate Hierarchien ein. Kombinieren Sie Komponentenvarianten mit bedingt ausgeführten oder ereignisgesteuerten Funktionen zur Erreichung eines kontextabhängigen Systemverhaltens.
Entwickeln Sie Signalvarianten zur Visualisierung sämtlicher potenziellen Implementierungen der ausgewählten Varianten auf derselben Ebene und übertragen Sie Variantenbedingungen automatisch innerhalb des Modells.
Entwickeln Sie Parametervarianten zur Modellierung variierender Parameterwerte sowie zur Erfüllung unterschiedlicher Anforderungen von Systemen mit identischen Funktionen.
Varianten für die Modellierung physikalischer Systeme
Wechseln Sie mithilfe von Varianten zwischen verschiedenen Entwürfen für das physikalische System, zum Beispiel für hybride oder vollelektrische Antriebssysteme. Passen Sie die Modelltreue bedarfsgerecht an die Systementwicklungsaufgabe durch Austausch von Varianten für eine größere oder geringere Modelltreue an.
Varianten für die Systemarchitektur
Erstellen Sie mithilfe von Variantenkomponenten mehrere Entwurfsalternativen für Struktur und Verhalten in einem Systemarchitekturmodell. Bewerten Sie verschiedene Implementierungen in Verbindung mit dem allgemeinen Systementwurf.
Konfigurieren von Modellvarianten
Definieren, steuern und visualisieren Sie Variantenkonfigurationen mit dem Variantenmanager. Erstellen Sie vordefinierte Variantenkonfigurationen. Aktivieren Sie diese Konfigurationen und wechseln Sie dann zwischen diesen, um gleichzeitig mehrere Variantenentwürfe zu steuern. Definieren Sie Konfigurationseinschränkungen zur Vermeidung ungültiger Variantenkonfigurationen. Sobald Variantenkonfigurationen definiert sind, können sie mit entsprechenden Datenobjekten gespeichert, verteilt und wiederverwendet werden.
Visualisieren und Analysieren von Variantenkonfigurationen
Verfolgen Sie Variantenbedingungen direkt im Simulink-Bereich nach und vergleichen Sie mehrere Variantenkonfigurationen durch Gegenüberstellung in einer Tabelle. Validieren Sie Variantenkonfigurationen während der Bearbeitungsphase, um Probleme ohne Modellsimulation oder -aktualisierung zu identifizieren. Analysieren Sie Variantenkonfigurationen zur Identifizierung von Varianten, die immer oder nie aktiv sind, sodass Sie potenzielle Konfigurationsfehler oder -inkonsistenzen erkennen und diagnostizieren können.
Simulieren und Testen von Workflows mit Varianten
Führen Sie Simulationen mit unterschiedlichen Variantenkonfigurationen in verschiedenen Simulationsmodi durch, ohne dass Sie das Modell neu generieren oder rekompilieren müssen.
Analysieren Sie Varianten, berichten Sie über die Abdeckungsergebnisse und führen Sie Tests für Variantenmodelle durch. Konfigurieren Sie den Aktivierungszeitpunkt der Variante, um so die aktive Variantenauswahl oder sämtliche ausgewählten Varianten in einem Modell zu verifizieren und zu validieren.
Weitere Informationen
- Simulieren von Variantenblöcken in den Accelerator- und Rapid-Accelerator-Modi
- Modell-Abdeckung für Variantenblöcke
- Verifizieren und Validieren von Variantenmodellen mithilfe der Aktivierungszeit für die Codekompilierung
- Verifizieren und Validieren von Variantenmodellen mithilfe der Start-Aktivierungszeit
Reduzieren von Variantenmodellen
Erzeugen Sie automatisch ein vereinfachtes Modell aus einem Satz von Variantenkonfigurationen oder anhand von angegebenen Steuerwerten zur Variantenkontrolle. Um Modelle zu verteilen und freizugeben, verwenden Sie die Modellvereinfachung zum Schutz geistigen Eigentums, indem Sie ungenutzte Varianten entfernen. Analysieren Sie das vereinfachte Modell in einem detaillierten Bericht, um auf fehlerhafte Modellabhängigkeiten zu prüfen und die Modellstruktur zu validieren.
Codegenerierung für ausgewählte Varianten
Generieren Sie Code Ihre Modelle mit Variantenentwürfen unter Einbeziehung entweder sämtlicher ausgewählter Varianten oder nur der aktiven Variante.
Aktivieren Sie die erforderlichen ausgewählten Varianten im generierten Code oder in der endgültigen Programmdatei ohne Neugenerieren oder Rekompilieren des Codes.
Weitere Informationen
Modellieren und Implementieren von AUTOSAR-Varianten
Nutzen Sie Variantenfunktionen von Simulink, um skalierbare AUTOSAR-Architekturen zu implementieren, die in Software für mehrere Fahrzeuglinien verwendet werden.
Modellieren Sie AUTOSAR-Softwarekomponenten mit Variationspunkten, um AUTOSAR-Schnittstellen oder -Implementierungen auf der Grundlage vordefinierter Steuerbedingungen zu ermöglichen. Importieren und exportieren Sie ARXML-Dateien mit AUTOSAR-Varianten, um Simulink in den gesamten AUTOSAR-Workflow zu integrieren.