CAPM

Kapitalgutpreismodelle

Kapitalgutpreismodelle (Capital Asset Pricing Models, CAPMs) werden verwendet, um das Anlagerisiko und die Renditen im Vergleich zum Gesamtmarkt zu bewerten. Sie können CAPMs verwenden, um eine einzelne Anlage oder ein Anlagenportfolio mithilfe eines linearen Modells zu bewerten, das folgendermaßen definiert ist:

\[E(r_i)=r_f + \beta_f \left(E( r_m) - r_f \right)\]

Wobei Folgendes gilt:
\(E( r_i )\) ist die erwartete Rendite der i-ten Anlage oder des i-ten Portfolios.
\(r_f\) ist der risikofreie Zinssatz.
\(\beta_i\) (beta) ist die Sensitivität der Erträge der i-ten Anlage gegenüber den Marktrenditen und wird als Verhältnis der Kovarianz der Renditen zwischen Wertpapier \(i\) und dem Markt zur Marktvarianz definiert.
\(E( r_m)\) ist die erwartete Marktrendite.

Mithilfe von CAPMs können Sie die erwartete Rendite eines bestimmten Wertpapiers berechnen, indem das zugehörige Beta anhand der bisherigen Performance, des aktuellen (quasi-) risikofreien Zinssatzes und einer durchschnittlichen Marktrendite abschätzen.

Eine gängige Gefahrenquelle für eine fehlerhafte Berechnung von Beta aus historischen Daten sind unvollständige oder lückenhafte Datensätze. Daher ist es wichtig, über Funktionen zur Schätzung fehlender Daten zu verfügen, um diese Art von Schätzrisiko für das CAPM zu verringern.

Weitere Informationen finden Sie unter Statistics and Machine Learning Toolbox™ und Financial Toolbox™.

Siehe auch : Statistics and Machine Learning Toolbox, Financial Toolbox, Regression und Schätzungen mit lückenhaften Daten, Portfolio-Optimierung, Financial Engineering, Black-Litterman-Modell