obsvf
Berechnen der Treppenform der Beobachtbarkeit
Syntax
[Abar,Bbar,Cbar,T,k] = obsvf(A,B,C)
obsvf(A,B,C,tol)
Beschreibung
Wenn die Beobachtbarkeitsmatrix von (A,C) den Rang r ≤ n hat, wobei n die Größe von A ist, dann gibt es eine Ähnlichkeitstransformation, sodass
wobei T unitär ist und das transformierte System eine Treppenform hat, in der sich eventuell existierende unbeobachtbare Modi in der oberen linken Ecke befinden.
wobei (Co, Ao) beobachtbar ist und die Eigenwerte von Ano die unbeobachtbaren Modi sind.
[Abar,Bbar,Cbar,T,k] = obsvf(A,B,C) zerlegt das Zustandsraumsystem mit Matrizen A, B und C in die Beobachtbarkeits-Treppenform Abar, Bbar und Cbar, wie oben beschrieben. T ist die Ähnlichkeits-Transformationsmatrix und k ein Vektor mit Länge n, wobei n die Anzahl der Zustände in A ist. Jeder Eintrag von k steht für die Anzahl der beobachtbaren Zustände, die bei jedem Schritt der Berechnung der Transformationsmatrix [1] ausgeklammert werden. Die Anzahl der Nicht-Null-Elemente in k zeigt an, wie viele Iterationen notwendig waren, um T zu berechnen, und sum(k) ist die Anzahl der Zustände in Ao, dem beobachtbaren Teil von Abar.
obsvf(A,B,C,tol) verwendet bei der Berechnung der beobachtbaren/unbeobachtbaren Teilräume die Toleranz tol. Wenn die Toleranz nicht angegeben wird, wird sie standardmäßig auf 10*n*norm(a,1)*eps gesetzt.
Beispiele
Bilden Sie die Beobachtbarkeits-Treppenform von
A =
1 1
4 -2
B =
1 -1
1 -1
C =
1 0
0 1
indem Sie Folgendes eingeben
[Abar,Bbar,Cbar,T,k] = obsvf(A,B,C)
Abar =
1 1
4 -2
Bbar =
1 1
1 -1
Cbar =
1 0
0 1
T =
1 0
0 1
k =
2 0
Algorithmen
obsvf implementiert den Treppen-Algorithmus von [1], indem ctrbf aufgerufen und Dualität verwendet wird.
Referenzen
[1] Rosenbrock, M.M., State-Space and Multivariable Theory, John Wiley, 1970.
Versionsverlauf
Eingeführt vor R2006a