Hauptinhalt

Rotational Friction

Reibung beim Kontakt zwischen rotierenden Körpern

  • Rotational Friction block

Bibliotheken:
Simscape / Foundation Library / Mechanical / Rotational Elements

Beschreibung

Der Rotational Friction-Block stellt die Reibung beim Kontakt zwischen rotierenden Körpern dar. Das Reibmoment wird als Funktion der Relativgeschwindigkeit simuliert. Dabei wird davon ausgegangen, dass sie der Summe der Stribeck-, Coulomb- und viskosen Komponenten entspricht, wie in der folgenden Abbildung dargestellt.

Die Stribeck-Reibung TS bezeichnet den negativ geneigten Bereich der Reibkennlinie bei niedrigen Geschwindigkeiten [1]. Die Coulomb-Reibung TC führt bei jeder Geschwindigkeit zu einem konstanten Drehmoment. Die viskose Reibung TV wirkt der Bewegung mit einem Drehmoment entgegen, das direkt proportional zur Relativgeschwindigkeit ist. Die Summe der Coulomb- und Stribeck-Reibung in der Nähe der Geschwindigkeit null wird oft als Losbrechreibung Tbrk bezeichnet. Die Reibung lässt sich durch die folgenden Gleichungen approximieren:

T=2e(TbrkTC)exp((ωωSt)2)ωωSt+TCtanh(ωωCoul)+fω

ωSt=ωbrk2

ωCoul=ωbrk/10

ω=ωRωC

wobei gilt:

  • T ist das Reibmoment.

  • TC ist das Coulomb-Reibmoment.

  • Tbrk ist das Losbrech-Reibmoment.

  • ωbrk ist die Geschwindigkeit der Losbrechreibung.

  • ωSt ist die Stribeck-Geschwindigkeitsschwelle.

  • ωCoul ist die Coulomb-Geschwindigkeitsschwelle.

  • ωR und ωC sind die absoluten Winkelgeschwindigkeiten der Anschlüsse R bzw. C.

  • ω ist die Relativgeschwindigkeit.

  • f ist der viskose Reibungskoeffizient.

Die Exponentialfunktion, die im Stribeck-Teil der Kraftgleichung verwendet wird, ist kontinuierlich und nimmt bei Geschwindigkeiten ab, die größer sind als die Geschwindigkeit der Losbrechreibung.

Die hyperbolische Tangensfunktion, die im Coulomb-Teil der Kraftgleichung verwendet wird, sorgt dafür, dass die Gleichung glatt und kontinuierlich durch ω = 0 verläuft, aber bei Geschwindigkeiten ungleich null schnell ihren vollen Wert erreicht.

Die positive Richtung des Blocks verläuft von Anschluss R zu Anschluss C. Wenn die Geschwindigkeit des Anschlusses R größer ist als die des Anschlusses C, überträgt der Block das Drehmoment folglich von R auf C.

Variablen

Die Priorität und die anfänglichen Zielwerte der Blockvariablen können Sie im Abschnitt Initial Targets im Dialogfeld des Blocks oder in Property Inspector vor der Simulation festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Set Priority and Initial Target for Block Variables.

Nominalwerte bieten eine Möglichkeit, die erwartete Größe einer Variablen in einem Modell anzugeben. Die Verwendung einer auf Nominalwerten basierenden Systemskalierung erhöht die Robustheit der Simulation. Nominalwerte können aus verschiedenen Quellen stammen. Eine davon ist der Abschnitt Nominal Values im Dialogfeld des Blocks oder in Property Inspector. Weitere Informationen finden Sie unter Modify Nominal Values for a Block Variable.

Beispiele

Ports

Erhaltung

alle erweitern

Anschluss für die Erhaltung der mechanischen Rotation, der dem Stab, d.h. dem beweglichen Körper, zugeordnet ist.

Anschluss für die Erhaltung der mechanischen Rotation, der dem Gehäuse, d.h. dem stationären Körper, zugeordnet ist.

Parameter

alle erweitern

Das Losbrech-Reibmoment, das sich aus der Coulomb-Reibung und der Haftreibung zusammensetzt. Es muss größer oder gleich dem Coulomb friction torque-Wert sein.

Die Winkelgeschwindigkeit, bei der die Stribeck-Reibung ihren Höhepunkt erreicht. An diesem Punkt entspricht die Summe der Stribeck- und Coulomb-Reibung dem Losbrechreibmoment (Breakaway friction torque). Dieser Parameter gibt den Geschwindigkeitsschwellenwert an, der den Kompromiss zwischen Simulationsgenauigkeit und Geschwindigkeit beeinflusst.

Das Coulomb-Reibmoment ist die Reibung, die einer Rotation bei jeder Geschwindigkeit ein konstantes Drehmoment entgegensetzt.

Proportionalitätskoeffizient zwischen dem Reibmoment und der relativen Winkelgeschwindigkeit. Der Parameterwert muss größer oder gleich null sein.

Referenzen

[1] Armstrong, B. and C.C. de Wit, Friction Modeling and Compensation, The Control Handbook, CRC Press, 1995.

Erweiterte Fähigkeiten

alle erweitern

C/C++ Codegenerierung
Generieren von C und C++ Code mit Simulink® Coder™.

Versionsverlauf

Eingeführt in R2007a