STARC zertifiziert MATLAB und Simulink als bevorzugte Tools für den neuen STARCAD-AMS-Entwicklungsworkflow

Model-Based Design-Workflow und -Tools wurden für das Design und die Verifikation von Mixed-Signal Produkten auf Systemebene ausgewählt

Aachen/München - (15 Apr 2013)

MathWorks gibt bekannt, dass das Akademische Forschungszentrum für Halbleitertechnologie (STARC, Semiconductor Technology Academic Research Center) in Japan MATLAB, Simulink und Embedded Coder als bevorzugte Tools für das Model-Based Design im Rahmen des neuen STARCAD-AMS-Entwicklungsworkflows ausgewählt und zertifiziert hat. STARC ist das japanische Konsortium der Halbleiterindustrie, zu dessen Mitgliedern Unternehmen wie Fujitsu Semiconductor, Panasonic, Renesas Electronics, Rohm, Sony und Toshiba zählen.

Model-Based Design mit MATLAB und Simulink kann nun von diesen Unternehmen als vorqualifizierte Entwicklungsplattform auf Systemebene in Standard-Entwicklungs- und Verifizierungsworkflows für Halbleiter im Rahmen ihrer Mixed-Signal-Entwicklungsprojekte integriert werden.

Der STARCAD-AMS-Ansatz standardisiert den Analog/Mixed-Signal ASIC-Entwicklungsworkflow und vereinfacht die Migration zwischen Entwicklungen auf Systemebene und Schaltungsdesign mittels einer definierten Kooperationsmethodik für Tools zwischen einzelnen Entwicklungsstufen. In diesem verbesserten Workflow führen Entwickler verhaltensbasierte Modellierungen und Simulationen auf Systemebene in MATLAB und Simulink aus, um die Vorteile der umfassenden Block- und Funktionsbibliotheken sowie die hohen Simulationsgeschwindigkeiten zu nutzen. Im Anschluss erfolgt die automatische Generierung von C-Code mit Embedded Coder sowie benutzerdefinierten Erweiterungen von System Verilog. Letztere stellen zur Integration der verhaltensgestützten Modelle Schnittstellen zu nachgeschalteten Standard-EDA-Tools zur Verfügung. Der neue Flow wurde in einem Evaluierungsprojekt anhand eines von STARC erstellten examplarischen Designs getestet. Durch den Einsatz von Model-Based Design und automatischer Codegenerierung konnte die Entwicklungszeit um etwa 50 Prozent reduziert werden.

Der STARCAD-AMS-Designflow nutzt Model-Based Design, um drei wesentliche Verfahren zu ermöglichen:

  • Modellierung auf Systemebene und Simulation von verhaltensgestützten Modellen, die eine Zusammenarbeit der Entwickler für das Systemdesign und denen für den analogen Schaltungsentwurf ermöglicht.
  • Optimierung von Parametern des Systemdesigns durch Erstellen einer Analog/ Mixed‑Signal LSI-Umgebung (LSI, Large Scale Integration) auf Systemebene.
  • Automatische Codegenerierung zur Anbindung nachgeschalteter Standard-EDA-Tools und Integration mittels Embedded Coder.

„Der Entwurf eines Workflows, der die Entwicklung auf Systemebene für Mixed-Signal-ASICs optimiert, stellte eine neue Herausforderung dar, die gleichermaßen von Erwartungen und Ungewissheiten begleitet war“, sagte Kunihiko Tsuboi, Senior Manager des Entwicklungsteams für Mixed-Signal-Technologie, F&E-Abteilung Div. 2 bei STARC. „STARC konnte jedoch die hohe Qualität und Flexibilität von MATLAB und Simulink testen und begutachten, wodurch wir Entwicklungsprobleme sobald sie auftraten schnell und effizient lösen konnten. Wir waren ebenfalls sehr beeindruckt von der Qualität des Technischen Supports und von der Reaktionsgeschwindigkeit, die MathWorks während des gesamten Prozesses bewiesen hat.“

„Model-Based Design verbessert zunehmend die Zusammenarbeit, die Tool-Integration und die Generierung von C-Code für die gesamte Halbeiterindustrie“, sagte Sameer Prabhu, Industry Marketing Director bei MathWorks „ASIC-Entwickler weltweit können nun eine Entwicklungsplattform nutzen, die von STARC, einem der weltweit führenden Zentren für Halbleiter-Entwicklungsmethoden, getestet und zerifiziert wurde. Die Verbesserungen des STARCAD-AMS-Desginflows stärken das Vertrauen in diesen Entwicklungsansatz und unterstützen Entwickler dabei, ihre Entwicklungsaktivitäten zuverlässiger und schneller umzusetzen.”

Über STARC

Das Akademische Forschungszentrum für Halbleitertechnologie (STARC, Semiconductor Technology Academic Research Center) wurde im Dezember 1995 von Japans führenden Halbleiterherstellern gegründet, um die Entwicklungsprozesse in der Halbleitertechnologie zu optimieren. Seitdem arbeitet STARC mit Universtäten zusammen, um die Forschungsinfrastruktur für Halbleiter an japanischen Universitäten zu erweitern. Des Weiteren hat STARC im Rahmen von Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen System-On-Chip (SOC)-Entwicklungsseminare veranstaltet, um hochspezialisierte Chipentwickler auszubilden. Ein weiteres Feld ist die Zusammenarbeit mit Unternehmen auf Kundenseite zur Entwicklung von Technologielösungen für immer kleinere Strukturgrößen auf Halbleiterchips. Die Ergebnisse dieser Projekte haben die Halbleiterindustrie maßgeblich vorangetrieben. Weitere Informationen unter www.starc.jp.

Über MathWorks

MathWorks ist der führende Anbieter von Software für mathematische Berechnungen. MATLAB, „the Language of Technical Computing“, ist eine Programmierumgebung für die Algorithmen-Entwicklung, die Analyse und Visualisierung von Daten sowie für numerische Berechnungen. Simulink ist eine grafische Entwicklungsumgebung für die Simulation und das Model-Based Design von dynamischen Mehrdomänen-Systemen und Embedded Systemen. Ingenieure und Wissenschaftler weltweit setzen diese Produktfamilien ein, um die Forschung sowie Innovationen und Entwicklungen in der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Elektronik, dem Finanzwesen, der Biotechnologie und weiteren Industriezweigen zu beschleunigen. Produkte von MathWorks sind zudem an den Universitäten und Instituten wichtige Lehr- und Forschungswerkzeuge. MathWorks wurde 1984 gegründet und beschäftigt mehr als 2800 Mitarbeiter in 15 Ländern. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Natick, Massachusetts, in den USA. Lokale Niederlassungen in der D-A-CH Region befinden sich in Aachen, Bern, München und Stuttgart. Weitere Informationen finden Sie unter de.mathworks.com.

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